Heimatgefühl in Bukoba

Nach meinem zweiwöchigen Trip nach Kenia und Uganda bin ich nun endlich wieder in Bukoba und der „normale“ Arbeitsalltag beginnt. Ich schreibe Berichte über die Besuche von „Alive and Kicking Kenya“ und  “X Street Uganda Basketball Academy”. Passend zur WM plant Jambo Bukoba die Ballaktion „1000 Fußbälle für 1000 Schulen“. Hierfür schneide ich Videos für den YouTube Kanal, schreibe ein kleines Proposal, mache Bilder und bereite alles für den Kickoff am 12. Juni- dem Start der WM in Brasilien- vor.

Kinder durch Sport stark machen!

Am Sonntag besuchen wir die Familie von Gonzaga in Karagwe und ich erlebe die vermutlich schlimmste Dala-Dala-Fahrt (Kleinbus) des Jahres. In Karagwe zeige ich Mama Christa, die Frau von Gonzaga, wie man eine Nudelpfanne- neu ernanntes Lieblingsessen von Gonzaga- zubereitet. Am Montag, den 2.6., besichtigen wir noch einmal die CaSa Trenntoilette und treffen den zuständigen Projektleiter. Im Jahr 2015 starten wir mit ersten Workshops, um unsere Schulen davon zu überzeugen, eine umwelt- und gesundheitsfreundliche Toilette zu bauen, anstelle von einfachen Latrinen ohne Entsorgungssystem.

Konzentration

Da Alina bald fährt, besuchen wir Gonzagas Kinder in ihrer Privatschule. Diese ist direkt neben dem Wohnort gelegen und das erste Mal nach 11 Monaten habe ich das Gefühl, vor einer wirklichen Schule zu stehen: Helle Räume, angemessene Klassengrößen, Bilder, Tafeln, Materialien. Alles ist auf Englisch und kostet pro Kind rund 500 Euro im Jahr. Dieser schon für deutsche Verhältnisse hohe Preis wird von den privilegierten Eltern gerne in Kauf genommen, denn auch hier gilt gute Bildung als Schlüssel für eine gesicherte Zukunft. Sofern es irgendwie möglich ist, werden die Kinder auf eine private Internatsschule geschickt, um auf Englisch einen guten Unterricht zu genießen. Dieser Anblick lässt mich hinsichtlich der miserablen öffentlichen Schulen nachdenklich werden. Es wird noch eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis die anderen Schulen einen angemessenen Standard besitzen und der chronischen Ungerechtigkeit des Bildungssystems entgegenwirken.

Bugene School

Zu guter Letzt eröffnen wir die von Jambo Bukoba finanzierten Schultoiletten der Bugene Primary School und das Bauprojekt an der Karalo Primary School, ehe wir nach Hause fahren. Mit einem Abschiedsessen verabschieden wir Alina, die am Dienstag ihre Heimreise antritt. Bis zum Wochenende lassen wir noch die MoU´s (Memorandum of understanding) von zwei Schulen unterschreiben. Dieses regelt Budget, Zeitraum und Zuständigkeiten der Schulrenovierung, die jedem Finalisten der Final Bonanzas zusteht und von Jambo Bukoba zu 75% unterstützt wird. Am Samstag (7.Juni) entzündet sich meine Nase und vor mir steht eine nicht so schöne Krankenzeit. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

 

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