Happy…

In der Menge

Wilkommen aus Bukoba! Es regnet immer noch und Strom und Wasser sind nur unregelmäßig vorhanden. Dennoch habe ich in der vorletzten Woche (30.9.-6.10.) viel erlebt:

Nachdem Sandra wieder in Deutschland ist, wirkt das Jambo Bukoba Haus etwas leer. Die ersten zwei Tage verbringe ich damit, für Jambo Bukoba nützliche Software zu installieren und den meisten Jambo´s in Deutschland und Tansania zu erklären. Die Programme sollen die interne aber vor allem die transnationale  Kommunikation nach Deutschland verbessern. Beim Fußballtraining am Dienstag bekomme ich einen Tritt an meinen Knöchel. Ich habe mir wahrscheinlich die Bänder überdehnt und werde die nächsten 3 Wochen kein Sport machen können. Nichtsdestotrotz lasse ich mich davon nicht beeindrucken, da am Donnerstag mein 19. Geburtstag ist.

Vorsicht Banditen

Am Mittwoch treffen wir uns aus diesem Grund in einer Bar, schauen Fußball und stoßen um 24 Uhr tansanischer Zeit an. Es ist toll zu sehen, dass ich hier in Tansania nette Leute gefunden habe, mit denen ich mich gut verstehe und ich meinen Geburtstag verbringen möchte. Es ist das erste Jahr für mich, in dem der 3. Oktober kein nationaler Feiertag ist. Es ist ungewohnt zu arbeiten, was sich aber nur auf Büroarbeiten begrenzt. Ich werde mit einem riesigen Frühstück von Tine, Gonza und Johanna (einer weiteren Freiwilligen) geweckt-wie zu Hause.

Busstandy in Bukoba

Am Freitag fahren Konstantin, Philipp und ich zu der Verabschiedung von Erin, einer 32 jährigen Kanadierin, die in einem Krankenhaus arbeitet. Sie hat sich nach langem Überlegen dazu entschlossen, ihren zweijährigen Aufentalt nach acht Monaten zu beenden, um in Kanada zu arbeiten. Ich treffe einige Freiwillige, die sich oder deren Bekannten sich dazu entschließen den Freiwilligendienst abzubrechen. Es ist meistens nicht einmal das Land oder die Umgebung sondern vielmehr die innere Einstellung zum Entwicklungsdienst. Ich habe zum Beispiel einen Schotten kennengelernt, der sein Bänkerdasein durch Entwicklungsarbeit ersetzen wollte, dann aber nicht glücklich wurde und zurückgekehrt ist. Es ist jedoch für alle eine persönliche Erfahrung und aus diesem Grund jedem zu empfehlen, sich selbst mal für ein Jahr aus der gewohnten Umgebung/ Arbeit zu entziehen und etwas neues auszuprobieren. Nach der Verabschiedung steht am Samstag meine Party an. Ich feier den Geburtstag mit rund 20 Leuten bei Philipp und wir backen zusammen Pizza. Es ist erstaunlich, wie kreativ man wird, wenn es nicht unbedingt eine große Auswahl gibt. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne und viel Esse:) Man muss nur etwas erfinderisch sein und sich die Zutaten bei bestimmten Läden suchen und kann mit etwas mehr Zeitaufwand viele Gerichte zubereiten.

Region Kagera

Bastian, der für unsere Visa-Unterlagen zuständig ist, kontaktiert uns am Sonntag völlig verzweifelt aus Dar es Salaam. Aufgrund der hohen und meist launisch bedingten Anforderungen der Arbeiter, ist es ihm immer noch nicht gelungen, alle Visa-Unterlagen zu bestätigen. Aus diesem Grund werden wir Ende des Monats nach Dar es Salaam fahren müssen, um uns persönlich vor Ort darum zu kümmern. Zeit spielt in der Tansanischen Kultur eben eine kleinere Rolle, als sie es in Deutschland tut- und das ist auch gut so!

 

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