Elternbesuch Teil 1

Am Montagmorgen fahre ich mit dem Bus nach Kampala, Uganda, um meine Eltern abzuholen. Sie kommen abends am Flughafen in Entebbe an und ich bin schon ordentlich aufgeregt. Nach nunmehr 8 Monaten freue ich mich sehr, meine Eltern in den Arm zu nehmen und ihnen zu zeigen, wo ich wohne, was ich den ganzen Tag mache und über welche Freunde ich die ganze Zeit berichte.

Verkehr in Kampala

Da ich keine Ahnung von Kampala habe und meine Eltern so spät ankommen, dass wir nicht mehr nach Bukoba fahren können, buche ich von Bukoba aus ein Hotel. Als ich mittags im Hotel ankomme fühle ich mich sehr unwohl. Das Speke Hotel wirkt sehr kolonialistisch geprägt und 5 „Bedienstete“ (so werden sie gefühlt angesehen) kümmern sich um einen. Was mir früher nur wenig aufgefallen wäre, ist für mich mittlerweile unerträglich. Am wohlsten fühle ich mich in den Guest Häusern, die nicht mehr als 10 Euro kosten und wo man noch mit dem Rezeptionist/ der Rezeptinistin Scherze machen kann. Nun gut, das Hotel ist gebucht und eine Nacht werden wir es aushalten.

Scheinengagement gegen Korruption

Bevor ich meine Eltern abhole, treffe ich Eva, eine weitere Freiwillige vom ASC Göttingen. Sie lebt und arbeitet in Kampala und hat sich schon sehr gut in dieser großen Stadt zurecht gefunden. Nach einem netten Plausch geht es ab zum Flughafen. Die Stadt (ca.1,5 Millionen Einwohner) ist hektisch und unübersichtlich. Um aus dem Stadtkern herauszugelangen, benötigen wir für 4 Km mehr als eine Stunde. Meine Eltern kommen mit leichter Verspätung an und wir fahren zurück ins Hotel. Es ist recht lustig zu sehen, dass sie genau dasselbe erleben, wie ich bei meiner Ankunft in Dar es Salaam. Ich gehe davon aus, dass sie erst einmal 4 Tage brauchen, um sich in Afrika/Tansania einzufinden. Nach einer kurzen Nacht (es wurde abends noch etwas später) geht es nach Bukoba.

Safari1

Angekommen sind wir alle geschafft und legen erst einmal eine Pause ein. Am Abend geht’s dann in das beste Lokal in Bukoba, das von allen Freiwilligen okkupiert wird. Am nächsten Abend (Mittwoch) fahren wir mit Alina und ihrem Vater nach Mwanza auf die andere Seite des Viktoriasees. Dort startet nämlich unsere fünftägige Safari, auf die ich mich schon sehr freue.

 

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